02.03.2009  09:00 Uhr

Leitfaden für Coaching-Interessierte
Was ist eigentlich Coaching?

Düsseldorf. Berater gab es zu allen Zeiten. Die Überlieferung zeigt dass die klügsten und mächtigsten Persönlichkeiten unserer Geschichte, Beratung in Anspruch nahmen, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Der Erfolg von Barack Obama ist maßgeblich auf die exzellente Begleitung durch einen Stab von Beratern zurückzuführen. Aber was macht Coaching eigentlich aus?

Der Begriff Coaching kommt ursprünglich aus dem Sportbereich und ist die englische Bezeichnung für Trainer und Berater von Sportmannschaften und Sportlern. Coach ist eine ungeschützte Berufsbezeichnung. So kann sich zurzeit jeder als Coach bezeichnen. Es gibt Berufsverbände die Qualitätsstandards setzen. Aber die Mitgliedschaft ist nicht unbedingt eine Garantie für ein fundiertes Coaching-Angebot. Sie finden sowohl Coaching-Leistungen von ambitionierten Hausfrauen als auch von hochqualifizierten, psychologisch ausgebildeten Berater. Im Angebotsdschungel ist es für den Beratungssuchenden daher sehr schwierig das richtige Angebot zu finden.

Worauf kommt es an?

Coaching sollte auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Psychologie, Verhaltens- und Gehirnforschung erfolgen.

Coaching kann bestenfalls Ziele klären, die individuelle Weiterentwicklung fördern und die Leistungsfähigkeit des Klienten erhalten und steigern.

Wichtig ist, welchen Ausbildungs- Methodenhintergrund und Berufs- und Lebenserfahrung hat der Coach.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der systemische und neurolinguistische (NLP) Beratungsansatz durchgesetzt.

Welchen Eindruck vermittelt der Coach im ersten persönlichen Kontakt? Den neben der Qualifikation muss auchdie „ Chemie“ stimmen. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl.

Eine gute Entscheidungsgrundlage ist auch die Empfehlung einer Person Ihres Vertrauens.

Wann ist Coaching sinnvoll?

Eine qualifizierte Beratung kann zu jeder Zeit nützlich sein. Insbesondere wenn es als kontinuierliche Begleitung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen in Anspruch genommen wird. Coaching ist nicht primär dazu da Defizite aufzudecken und zu beseitigen sonder die Potenzialentwicklung und die Lebensqualität des Couchees zu verbessern.

Coaching kann keinen psychotherapeutischen Bedarf decken. Ein verantwortungsvoller Coach erkennt die Grenzen und teilt Sie mit.

Für welche Menschen ist Coaching besonders interessant?

  •  Entwicklungsfreudige, anspruchsvolle Persönlichkeiten
  • Menschen mit viel Verantwortung (Führungskräfte)
  • Personen die im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen (Politiker, Kulturschaffende)

Was Sie noch wissen sollten

Coaching ist ein freier, aktiver und selbstverantwortlicher Prozess. Erfolge können nicht garantiert werden. Die Teilnahme setzt eine normale psychische und physische Belastbarkeit voraus.
Coaching beruht auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Diskretion.
Der Coach steht dem Klienten als Prozessbegleiter und zur Unterstützung bei Entscheidungen und Veränderungen zur Seite - die eigentliche Veränderungsarbeit wird von Ihnen als Klient geleistet. Daher sollten Sie bereit und offen sein, sich mit sich selbst und der eigenen Situation auseinanderzusetzen.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Karmen Kunc-Schultze
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