09.02.2010  14:19 Uhr

U-Bahn-Einsturz
Nach dem Metall-Klau in Köln wird die Wehrhahn-Baustelle penibel geprüft

Düsseldorf/Köln. Der Polier, auf dessen Anordnung beim U-Bahn-Bau in Köln an der Einsturzstelle und weiteren Bauabschnitten zu wenig Eisenbügel verbaut worden sein sollen, war auch bei den U-Bahn-Arbeiten für die Wehrhahn-Linie in Düsseldorf im Einsatz. Hier wird das gleiche Bauverfahren angewandt wie in Köln.

Das - in Köln wie in Düsseldorf - beauftragte Unternehmen hat den Polier aus der Landeshauptstadt abgezogen. Ein Schritt, den Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers ausdrücklich begrüßt: "Bis zur abschließenden Klärung der Vorwürfe in Köln möchte ich möglicherweise involvierte Personen nicht mehr auf UBahn-
Baustellen in Düsseldorf sehen. Die Sicherheit der Düsseldorfer steht über allen Dingen."

Die Stadt kündigt zudem an, dass sämtliche Ausführungen "noch schärfer als ohnehin" kontrolliert werden. Das gilt für alle Arbeiten, die bisher bei der Wehrhahn-Linie ausgeführt worden sind. Auch in Zukunft werden die Kontrollen verschärft und ausgeweitet.

Der städtische Pressedienst aus dem Düsseldorfer Rathaus meldet weiterhin:

"Beim Bau der Schlitzwände, die, ähnlich wie in Köln, auch beim Bau der Wehrhahn-Linie wesentlicher Bestandteil des Bauablaufes sind, hat die Stadt Düsseldorf von Anbeginn an ein umfangreiches Kontroll- und Prüfverfahren installiert. Bevor die großen Kästen aus Baustahl und der Beton in die tiefen Gruben eingelassen werden, greift immer eine mehrteilige Prüfung durch die Bauleitung.
Unabhängig davon werden nun vor dem Hintergrund der öffentlich geäußerten Verdachtsmomente noch einmal Sonderprüfungen vorgenommen. Dabei werden zunächst die Schlitzwand-Protokolle geprüft, bei denen der angesprochene Mitarbeiter beteiligt war. Danach erfolgt eine erneute Kontrolle der von der Bauüberwachung angefertigten eigenen Dokumentationen zu den genannten Schlitzwandlamellen.
Schließlich werden aufs Neue die so genannten Bewehrungsabnahmen des Prüf-Ingenieurs der genannten Schlitzwandlamellen kontrolliert. Dabei wird noch einmal genau geprüft, ob die vom Statiker vorgegebenen Stahlmengen auch tatsächlich in die Schlitzwände eingebaut worden sind."


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Stadt Düsseldorf

 


 

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