Kreativwirtschaft NRW
Mehr Räume für die Ideenschmieden
Düsseldorf, NRW. Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger stellt die CREATIVE.NRW-Studie in Düsseldorf vor; das Fazit: Es besteht große Nachfrage nach neuen Nutzungsformen wie Kreativquartieren, Coworking Spaces und Zwischennutzungen.
Kreative Arbeit braucht Freiräume – geistige, aber auch handfeste Räume in Form von Immobilien. Obwohl die Nachfrage nach freien Räumen für Kreative groß ist, sind angemessene Immobilien oft Mangelware. Folge ist, dass 36 Prozent der Soloselbstständigen in der Branche größtenteils vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten. Gleichzeitig gaben fast 60 Prozent der Befragten an, mit ihrem Arbeitsort unzufrieden zu sein.
Zugleich beginnt die Immobilienwirtschaft, die immense Bedeutung der Kreativen für die Raumentwicklung zu begreifen. Das ergab die Umfrage, die CREATIVE.NRW im Sommer unter Vertretern der Immobilien- und der Kreativwirtschaft durchgeführt hat. Gefragt wurde sowohl nach den Ansprüchen von Kreativen an einen guten Arbeitsort als auch nach den Erwartungen der Immobilienwirtschaft an Kunden aus der Kreativwirtschaft.
Wirtschaftsminister Voigtsberger erklärte: „Kreative Arbeit braucht Freiräume. In der Wachstumsbranche Kreativwirtschaft sind moderne, flexible Arbeitsverhältnisse weit verbreitet. Das spiegelt sich auch in den Raumbedürfnissen wider – moderne Konzepte sind gefragt."
Potenziale für Immobilienbranche und Stadtentwicklung
Dass „Raum“ eine der wichtigsten Voraussetzungen für neue Arbeits- und Lebensformen ist, betonten auch die Clustermanager Christian Boros und Werner Lippert. „Die Ergebnisse der Studie sollen dabei helfen, die Bedingungen für Kreative bei der Immobiliensuche zu verbessern“, sagte Werner Lippert vor Pressevertretern. Kreative und Immobilienwirtschaft enger zusammenzubringen – das ist, laut Studie, die wichtigste Aufgabe. Dazu dient in einem ersten Schritt die Fachkonferenz „Räume neu denken. Immobilienwirtschaft trifft Kreativwirtschaft“, die CREATIVE.NRW in Kooperation mit der „Wirtschaftsförderung metropoleruhr“ am 25. November in Essen veranstaltet.
Die Studie als pdf-Download gibt es auf der Internetseite www.creative.nrw.de.
(Redaktion)
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