05.10.2009  13:12 Uhr

Energieregion NRW
Brennstoffzellen aus Heinsberg

Düsseldorf. Der australische Brennstoffzellenhersteller Ceramic Fuel Cells Ltd (CFCL) hat am Wochenende in Heinsberg seine Fertigungsstätte für Brennstoffzellenstapel eröffnet. In den nächsten Jahren sollen auf zunächst 900, später dann 4.000 qm Fläche diese Hauptkomponenten von Mini-Blockheizkraftwerken für Ein- und Mehrfamilienhäuser zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme hergestellt werden. 80 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Staatssekretär Dr. Jens Baganz begrüßte den Start der Brennstoffzellenfabrikation in Heinsberg: „Die Brennstoffzelle mit hohen Umwandlungswirkungsgraden ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft, die große wirtschaftliche Chancen erwarten lässt. In Oberbruch kann sich nun ein zukunftsträchtiger Industriezweig entwickeln. Mit Blick auf die weltweiten Klimaschutzbemühungen zeichnen sich beste Absatzchancen für die Brennstoffzellentechnik ab.“

Das Land Nordhrein-Westfalen beabsichtigt dieses Investitionsvorhaben mit 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms zu fördern.

Energieregion

Die Ansiedlung in Heinsberg bestätige die Anziehungskraft der Region und die Bedeutung des Landes als eine der stärksten Energieregionen Europas, so Dr. Baganz. Die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik gehöre zu einem der Förder- und Entwicklungsschwerpunkte der Landesregierung im Energiebereich. Nordrhein-Westfalen habe hervorragende industrielle Voraussetzungen, die wirtschaftlichen und energiepolitischen Chancen dieser Technologie optimal zu nutzen und werde von einer zukünftigen breiten Nutzung der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie nachhaltig profitieren können.CFCL gehört zu den führenden Entwicklern von Hochtemperaturbrennstoffzellen des Typs SOFC (Solid Oxide Fuel Cell, Festoxid-Brennstoffzelle). Diese Hochtemperaturbrennstoffzelle wandelt verschiedene Brennstoffe wie Erdgas, Propan, Methan oder Biogas effizient und emissionsarm in Strom und Wärme um. Die elektrische Effizienz ist sehr hoch und liegt bei 60 Prozent. Durch die  Wärmenutzung steigt die Energieeffizienz des Systems auf 85 Prozent.

Brennstoffzellen made in NRW

CFCL ist ein weiterer Baustein in der Ansiedlung eines ausländischen Brennstoffzellenunternehmens in Nordrhein-Westfalen. Unternehmen wie Dynetek (Wasserstoffspeicher) und Hydrogenics (PEM-Brennstoffzellen) aus Kanada und Idatech (PEM-Brennstoffzellen) aus den USA haben sich bereits hier angesiedelt. Bei der  Standortentscheidung spielte auch die Arbeit des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle, das die entsprechenden Aktivitäten der Wirtschaft und Wissenschaft  organisiert, koordiniert und zusammengeführt. Rund 350 zum großen Teil mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich bereits dem Netzwerk angeschlossen.


 

(Redaktion)

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